Michael Ludwig

Hallo, ich bin Michael Ludwig und blogge hier zu den Themen Lean Product Management, Connected Cars und Tech Trends. Ich arbeite als Senior Product Owner für AutoScout24, bin Sketchnoter auf Konferenzen und Events, Co-Founder des ProductTank Munich und passionierter Schwimmer.

Pilotiertes Fahren mit Bobby, dem vernetzten Audi-Chauffeur

Audi stellte auf der CES 2014 Anfang des Jahres seine Lösungen zu den Megatrends pilotiertes Fahren, Infotainment und Connectivity vor. Dabei haben sich die Ingolstädter nicht weniger als die Neudefinition der Mobilität vorgenommen, wie der Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler in seiner Keynote betonte.

Gleichwohl in welchem Markt, überall verlangen Audis Kunden nach dem vernetzen Fahren, um beispielsweise Staus zu meiden oder freie Parkplätze direkt ansteuern zu können. Autos sind künftig mit dem Fahrer und ihrer Umgebung vernetzt. Audis Ziel: Deutlich kürzere Entwicklungs- und Lebenszyklen als die bislang im Automobilbau gewohnten sieben Jahre. Dadurch bleibt es schon bald dem Fahrer überlassen, ob er selbst oder das Auto das Steuer übernimmt, denn Audi befindet sich bereits in der Übergangsphase des pilotierten Fahrens von der Erprobung in die Serienproduktion.

Den Ankündigungen auf der CES folgten nun Taten auf der Rennstrecke: Mitte Oktober fuhr mit “Bobby”, einem Audi RS7 Piloted Driving Concept, zum ersten Mal ein Auto im Stile von K.I.T.T. vollkommen autonom über den Hockenheimring. Damit fokussiert sich Audi auf sportliche Serienfahrzeuge und seine Tradition im Motorsport, um das pilotierte Fahren seinen Kunden schmackhaft zu machen. Der Spaß am Fahren soll also nicht verloren gehen.

Spannend zu sehen ist der Kontrast zu Google: Deren zuletzt präsentierten autonomen Autos erinnern eher an knuffige Koalas und müssen bereits ohne Lenkrad und Bremse auskommen. Nach den ersten auf Toyota und Lexus basierenden Prototypen entschied sich Google, keine Serienfahrzeugen mehr als Basis zu verwenden und das autonome Auto auf einem weißen Blatt Papier vollkommen frei von gewohnten Mustern zu entwickeln.

Ok, Google: Was macht erfolgreiches Product Management im digitalen Zeitalter aus?

Im Zeitalter von Internet, Mobile und Cloud Computing liegt die bestimmende Kraft im Markt nicht mehr bei den Unternehmen, sondern bei den Konsumenten. In diesem dynamischen und disruptiven Umfeld werden diejenigen Unternehmen führend sein, die es schaffen überlegene Produkte zu entwickeln und die besten Talente für sich zu gewinnen.

Mit ihrem Buch How Google works geben Eric Schmidt, langjähriger CEO, und Jonathan Rosenberg, ehemals Senior Vice President of Products, einen Einblick in das Erfolgsgeheimnis und die Unternehmensstrategie von Google. Ein absolutes Muss für jeden Product Manager!

The people that can have the biggest impact of all are the ones we call Smart Creatives. These are the product folks who combine technical knowledge, business expertise and creativity. When you put today’s technology tools in their hands and give them lots of freedom they can do amazing things, amazingly fast.

It’s best to work in small teams, keep them crowded, and foster serendipitous connections. Organize the company around the people whose impact is the greatest.

Create superior products based on unique technical insights. Optimize for growth, not revenue. Know the competition, but don’t follow it.

8. User Experience Monday München: Google Design Sprints und Persuasive Design

Ob Design Jams, Make-a-Thons oder Design Sprints – für das kreative und intensive Zusammenarbeiten in einem kurzen Zeitraum gibt es viele Schlagwörter. Auf dem 8. User Experience Monday München zeigte Rachel Simpson wie Design Sprints bei Google durchgeführt werden und welche Struktur ein solches Event haben sollte.

Im zweiten Vortrag des Abends stellte René Preußer vor, wie wir mit Hilfe von Persuasive Design unterbewusst zu den “richtigen” Entscheidungen geführt werden. Ob zur Vermittlung der Value Proposition oder zur Optimierung der Conversion – Persuasive Design ist besonders im E-Commerce allgegenwärtig.

Rachel Simpson – Jams, Make-a-Thons & Design Sprints @ Google, High impact collaborative design

8. User Experience Monday München - Rachel Simpson - Jams, Make-a-Thons & Design Sprints @ Google, High impact collaborative design

Das Team für einen Design Sprint sollte sich mit unterschiedlichen Expertisen cross-funktional zusammensetzen – zum Beispiel aus Designer, Entwickler, Produktmanager und einem Evangelisten für das zu bearbeitende Thema.

Der Ablauf des Events setzt sich bei Google aus den folgenden Phasen zusammen:

1. Verstehen

Dem Team wird das Problem, der Kunde und der Zeitrahmen zur Lösungsentwicklung vorgestellt. Wichtig ist zudem, dass Ziel und den Wert des Themas klar zu vermitteln. Hierbei helfen starke Visuals. Im Idealfall kann das Team fünf “echte” Nutzer kennen lernen und sich mit den Stakeholdern austauschen.

2. Definieren

Hier gilt es die User Journey, die Produktpositionierung und letztlich das Produktziel festzulegen. Beim Erstellen der Journey ist es hilfreich, die Dimensionen Denken und Fühlen getrennt voneinander darzustellen.

3. Divergieren

Jetzt kommt die Zeit der Kreativmethoden – zum Beispiel Brainstorming. Zum Niederschreiben und Weiterentwickeln der Ideen reicht oftmals schon ein zweifach gefaltetes Blatt Papier.

4. Entscheiden

Nun muss beschlossen werden, was umgesetzt wird und wie die Lösung aussehen soll. Hier muss man strikt sein, um sich nicht zu verzetteln. Ein Teamlead hilft, die Entscheidung zu moderieren und sich festzulegen.

5. Bauen

Schon mit simplen Prototypen kann Feedback eingesammelt werden. Je nach Idee macht es aber manchmal auch mehr Sinn, gleich das “Richtige” zu bauen.

6. Validieren

Schon acht User reichen aus, um in einem Test ein qualifiziertes Feedback zu erhalten. Durch den Abgleich mit den vorab formulierten konkreten Zielen wird ermittelt, ob der Test erfolgreich war oder nicht.

7. Präsentieren

Die Ergebnisse des Design Sprints werden den Stakeholdern präsentiert. Jetzt kann gefeiert werden!

8. Nachhalten

Per Follow-up-E-Mail wird der weitere Verlauf nachgehalten. Das “echte” Produkt wird gebaut und live gestellt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, für den hatte Rachel zwei Tipps parat: In München findet regelmäßig der Munich Design Jam statt und das Buch “Rocket Surgery Made Easy” von Steve Krug ist ein großartiger Ratgeber zum Thema Usability Testing.

René Preußer – Persuasive Design, User behavior as you want it

8. User Experience Monday München - René Preußer - Persuasive Design, User behavior as you want it

Ob Fliege im Pissoir oder vertrauensbildende Zahnärzte in der Werbung: René zeigte uns zahlreiche Beispiele aus der Welt des Persuasive Designs. Und auch wenn es nicht jedem Designer gefiel, was er da hörte – Persuasive Design ist erfolgreich! Oder um es mit einem Beispiel aus dem Vortrag zu sagen: “Jetzt ist nicht die Zeit zu geizen…”.

The force of conversion optimization: persuasive design #uxmondaymuc8

Meine Sketchnotes des Events gibt es auch direkt bei Slideshare und flickr. Danke an die Organisatoren Fabrice und Andreas sowie an die gastgebenden Produktmacher für das tolle Event!