8. User Experience Monday München: Google Design Sprints und Persuasive Design

Ob Design Jams, Make-a-Thons oder Design Sprints – für das kreative und intensive Zusammenarbeiten in einem kurzen Zeitraum gibt es viele Schlagwörter. Auf dem 8. User Experience Monday München zeigte Rachel Simpson wie Design Sprints bei Google durchgeführt werden und welche Struktur ein solches Event haben sollte.

Im zweiten Vortrag des Abends stellte René Preußer vor, wie wir mit Hilfe von Persuasive Design unterbewusst zu den “richtigen” Entscheidungen geführt werden. Ob zur Vermittlung der Value Proposition oder zur Optimierung der Conversion – Persuasive Design ist besonders im E-Commerce allgegenwärtig.

Rachel Simpson – Jams, Make-a-Thons & Design Sprints @ Google, High impact collaborative design

8. User Experience Monday München - Rachel Simpson - Jams, Make-a-Thons & Design Sprints @ Google, High impact collaborative design

Das Team für einen Design Sprint sollte sich mit unterschiedlichen Expertisen cross-funktional zusammensetzen – zum Beispiel aus Designer, Entwickler, Produktmanager und einem Evangelisten für das zu bearbeitende Thema.

Der Ablauf des Events setzt sich bei Google aus den folgenden Phasen zusammen:

1. Verstehen

Dem Team wird das Problem, der Kunde und der Zeitrahmen zur Lösungsentwicklung vorgestellt. Wichtig ist zudem, dass Ziel und den Wert des Themas klar zu vermitteln. Hierbei helfen starke Visuals. Im Idealfall kann das Team fünf “echte” Nutzer kennen lernen und sich mit den Stakeholdern austauschen.

2. Definieren

Hier gilt es die User Journey, die Produktpositionierung und letztlich das Produktziel festzulegen. Beim Erstellen der Journey ist es hilfreich, die Dimensionen Denken und Fühlen getrennt voneinander darzustellen.

3. Divergieren

Jetzt kommt die Zeit der Kreativmethoden – zum Beispiel Brainstorming. Zum Niederschreiben und Weiterentwickeln der Ideen reicht oftmals schon ein zweifach gefaltetes Blatt Papier.

4. Entscheiden

Nun muss beschlossen werden, was umgesetzt wird und wie die Lösung aussehen soll. Hier muss man strikt sein, um sich nicht zu verzetteln. Ein Teamlead hilft, die Entscheidung zu moderieren und sich festzulegen.

5. Bauen

Schon mit simplen Prototypen kann Feedback eingesammelt werden. Je nach Idee macht es aber manchmal auch mehr Sinn, gleich das “Richtige” zu bauen.

6. Validieren

Schon acht User reichen aus, um in einem Test ein qualifiziertes Feedback zu erhalten. Durch den Abgleich mit den vorab formulierten konkreten Zielen wird ermittelt, ob der Test erfolgreich war oder nicht.

7. Präsentieren

Die Ergebnisse des Design Sprints werden den Stakeholdern präsentiert. Jetzt kann gefeiert werden!

8. Nachhalten

Per Follow-up-E-Mail wird der weitere Verlauf nachgehalten. Das “echte” Produkt wird gebaut und live gestellt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, für den hatte Rachel zwei Tipps parat: In München findet regelmäßig der Munich Design Jam statt und das Buch “Rocket Surgery Made Easy” von Steve Krug ist ein großartiger Ratgeber zum Thema Usability Testing.

René Preußer – Persuasive Design, User behavior as you want it

8. User Experience Monday München - René Preußer - Persuasive Design, User behavior as you want it

Ob Fliege im Pissoir oder vertrauensbildende Zahnärzte in der Werbung: René zeigte uns zahlreiche Beispiele aus der Welt des Persuasive Designs. Und auch wenn es nicht jedem Designer gefiel, was er da hörte – Persuasive Design ist erfolgreich! Oder um es mit einem Beispiel aus dem Vortrag zu sagen: “Jetzt ist nicht die Zeit zu geizen…”.

The force of conversion optimization: persuasive design #uxmondaymuc8

Meine Sketchnotes des Events gibt es auch direkt bei Slideshare und flickr. Danke an die Organisatoren Fabrice und Andreas sowie an die gastgebenden Produktmacher für das tolle Event!

Pixelschubsen oder Frontend-Framework?

UI-Wildwuchs? Pixelgenaue Designspezifikationen? Codeduplizierung im Frontend? Überall Browserhacks? Inkonsistenter Markenauftritt? HTML, das keiner versteht? Diese Zeiten sind vorbei, wenigstens bei AutoScout24, wie meine Kollegen Mareike Graf und Simon Hohenadl auf der WebTech Conference 2013 in München zu berichten wussten.

Gemeinsam wurde ein Framework aufgebaut, das es allen Designern und Entwicklern ermöglicht, schnell neue Seiten im Corporate Design zu bauen. Im Vordergrund stehen dabei Klarheit, Wiederverwendung und die Möglichkeit, das portalübergreifende Design an einer zentralen Stelle zu ändern.

Konstruktive Zusammenarbeit hat dafür gesorgt, dass Aussprüche wie “das sieht ja keiner” von Entwicklern oder “schieb das noch zwei Pixel nach rechts” von Designern der Vergangenheit angehören.